Schuleingangsphase

Schule_KindergartenDie Schuleingangsphase ist eine Einheit der Klassen 1 und 2. Ihr Ziel ist, alle schulpflichtigen Kinder eines Jahrgangs in die Schule aufzunehmen und sie dem Grad ihrer Schulfähigkeit entsprechend zu fördern. Gleichaltrige Kinder sind in ihrer Entwicklung unterschiedlich. Sie benötigen je nach Fähigkeiten und Fertigkeiten unterschiedliche Lernzeiten. Die Schuleingangsphase kann deshalb in einem Jahr, in zwei oder in drei Jahren durchlaufen werden. Die Kinder können in der Schuleingangsphase getrennt nach Jahrgängen oder in jahrgangsübergreifenden Gruppen unterrichtet werden. In Flerzheim findet der Unterricht überwiegend in jahrgangshomogenen Lerngruppen statt.

Ein Wechsel in der Zusammensetzung der Klasse ist in den vier Grundschuljahren die Ausnahme. Die Klassenlehrerin wird zur vertrauten Ansprechpartnerin, ein Wechsel erfolgt an der KGS Flerzheim nach dem 2. Schuljahr.

Einschulung

Der erste Schultag beginnt mit einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst für die Neues Bild (5)Schulneulinge und ihre Familien in der Pfarrkirche Flerzheim. Die Schulgemeinschaft begrüßt die Erstklässler mit einem kleinen Programm, das die Kinder mit den Lehrerinnen zusammengestellt haben. Danach werden die „Neuen“ namentlich aufgerufen und von der Klassenlehrerin in ihren Klassenraum geführt. Hier erleben die Schulanfänger ihre erste Unterrichtsstunde.
In der Zwischenzeit haben die Familien der Erstklässler Gelegenheit, sich untereinander kennen zu lernen. Der Förderverein stellt sich und seine Arbeit vor und bietet für Eltern und Gäste einen Frühstücksimbiss an.

Einschulung

Die ersten Schulwochen

Die Überschaubarkeit unserer Schule gibt den Schulanfängern rasch Sicherheit und führt Verkehrspolizistebenso schnell zur Vertrautheit mit den Klassenkameraden/innen und den Lehrerinnen, aber auch mit den Kindern der anderen Klassen, die aus dem Kindergarten und vom nachmittäglichen Spielen häufig bekannt sind. „Patenschaften“ ergeben sich wie von selbst. Die Erstklässler lernen sich schnell im Schulgebäude und auf dem Schulhof zurechtzufinden. Auch erfahren und üben sie wichtige Verhaltensregeln für den Unterricht, die Schulwegsituation und für die Fahrten mit dem Schulbus (Ramershoven und Peppenhoven) . Der Verkehrspolizist führt einen Unterrichtsgang durch und übt den Kinder Verhaltensregeln für den Schulweg. Nach der ersten Schulwoche findet Unterricht nach Stundenplan statt.

AnlauttabelleWir beginnen beim Erstlesen und Erstschreiben mit der Druckschrift. Sie kommt überall in der Umwelt vor und ist durch ihre klare Gliederung leichter zu erlernen. Viele Kinder haben bereits erste Erfahrungen mit dieser Schrift gesammelt. Sie werden aufgegriffen und vertieft. Die Kinder werden angeregt, ihre neuen Erkenntnisse anzuwenden, indem sie schon früh eigene Texte schreiben. Als verbundene Schrift schließt sich die Vereinfachte Ausgangsschrift an.

 

Unterrichtsgestaltung

Puzzle_ErziehungKindliches Lernen ist ein Lernen mit dem ganzen Körper und mit allen Sinnen. Kinder verstehen Sachverhalte besser, wenn sie sie „begreifen“, also anfassen und damit umgehen können. Um das Lernen zu lernen, brauchen die Kinder Zeit, Anregungen und Hilfsmittel. Sie wollen selber tätig sein und Gesetzmäßigkeiten selbst erkennen oder mit anderen gemeinsam Neues entdecken. Was Kinder selber finden und ausprobieren können, ist wertvoller als bloßes Vorzeigen. Sie können ihrer Neugier und ihrem Forscherdrang nachgehen.

Wir gehen immer davon aus, dass ein Kind in der Schule sein Bestes leisten will und bedenken das unterschiedliche Leistungsvermögen. Wir trauen den Kindern etwas zu, wir fördern das Lernen auf eigenen Wegen und setzen auf Einsicht und Verständnis.

Den Unterricht organisieren wir so, dass er für individualisierende und differenzierende Maßnahmen genügend Raum bietet und räumen den Schülern die Möglichkeit zu selbstbestimmtem Lernen ein. So wecken wir die Neugier der Kinder und erhöhen die Motivation. Dies wirkt sich positiv auf die Leistung aus.

 

 

Lernbeobachtungen und Fördermöglichkeiten

Vor allem in der Anfangsphase, aber auch durchgängig durch das ganze Schuljahr sind eine intensive Lernbeobachtung und die Erstellung von Förderplänen unerlässlich. Verschiedene Diagnostikverfahren ergänzen die Lernbeobachtungen (Lesefitness /Testhefte, Portfolios, …).
Ziel ist es, jedes Kind so zu fördern und zu fordern, dass es aufgrund seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten die Schuleingangsphase in einem angemessenen Zeitraum durchlaufen kann.

 

Verantwortliche Einbindung der Eltern in die Entwicklung ihres Kindes

Bei Bedarf finden Elterngespräche außerhalb der regulären Sprechzeiten statt. Gezielte Beratungsgespräche sind in regelmäßigem Abstand notwenig, wenn für das Kind ein intensiver Förderbedarf festgestellt wurde. Dabei werden auch erforderliche Absprachen zur außerschulischen Unterstützung getroffen.
Mögliche Hinweise können sein:

– eine Therapie auch bei Institutionen wie Logopäde, Ergotherapeut, dem Schulpsychologischer Dienst
– Hinweise zum Besuch eines Facharztes, wie Augen-, Ohrenarzt, etc.
– sowie gezielte Erziehungsvereinbarungen mit den Erziehungsberechtigten im Hinblick auf die Verhaltensweisen des Kindes in der Schule.

Damit das Arbeiten in der Schuleingangsstufe erfolgreich starten kann, ist eine professionelle Kooperation mit den Kolleginnen unerlässlich. Da nur wenige Lehrerinnen an unserer Schule unterrichten, ist sowohl in der Eingangsstufe, als auch grundsätzlich erforderlich, dass ein reger Austausch der Kolleginnen stattfindet:

  • Ideen zur Unterrichtsgestaltung,
  • Erarbeitung gemeinsamer Wochenpläne,
  • klassenbezogene, als auch klassenübergreifende Projekte planen
  • Förderkonzepte entwickeln und überarbeiten,
  • Fördern, Fordern und gezielte Absprachen über einzelner Kinder,
  • pädagogische Hilfe im Umgang mit „schwierigen“ Kindern, … .

 

Grundlegende Ziele der Eingangsphase

  • Die Schüler sollen individuell entsprechend ihren Fähigkeiten gefördert werden. Das bedeutet, dass leistungsstarke, schnell lernende Kinder die Schuleingangsphase in einem Jahr durchlaufen können; ebenso können langsamer lernende Kinder – wenn nötig – drei Jahre in der Schuleingangsphase lernen.
  • Die Schüler/innen sollen befähigt werden, den Leistungsanforderungen von Schule und Unterricht im gemeinsamen Mit- und Voneinanderlernen gerecht zu werden.
  • Unsere Schüler/innen sollen dazu angeleitet werden, im täglichen Umgang miteinander sozialverträglich zu agieren.
  • Die Schüler/innen sollen Konflikte eigenständig angehen und lösen.