Fördern und Fordern

Fördern und Fordern an der KGS Flerzheim

Ziel unserer pädagogischen Arbeit ist es, in den Klassen eine Atmosphäre zu schaffen, diefördern_fordern
für das Lernen aller Kinder förderlich ist. Das bedeutet, dass der Unterricht methodisch abwechslungsreich ist, die Lernvoraussetzungen und die Lebenswirklichkeit der Kinder berücksichtigt sowie Raum für handelnde Erfahrungen bietet. Rituale werden als Orientierungshilfen und Ruhepole (Morgenkreis, Abschlusskreis, gemeinsames Frühstück, Feiern von Geburtstagen) im Schulalltag eingesetzt. Unterrichtsgänge stellen in besonderer Weise den Bezug zur Lebenswirklichkeit her. Ausflüge und/oder Klassenfahrten fördern das soziale Miteinander und stärken die Klassengemeinschaft.

 

Dennoch ist klar, dass Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Lernerfahrungen in die Schule kommen. Diese unterschiedlichen Lernvoraussetzungen müssen bei der Unterrichtsplanung und -durchführung in Form von differenzierten Angeboten Berücksichtigung finden.

Die unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und –erfahrungen können in folgenden Bereichen deutlich werden:

Festgehalten werden Beobachtungen in verschiedenen Situationen:

  • Beobachtung bei der Schulanmeldung
  • Beobachtung bei der Schuleingangsdiagnostik
  • Beobachtung und Gespräch im Kindergarten

Dokumentation der Lernentwicklung

Um den Entwicklungsverlauf der Kinder während der Schulzeit verfolgen zu können, ist es notwendig, die Ergebnisse von Beobachtungen, Gesprächen, Schreib- und Leseanalysen und von standardisierten Verfahren sorgfältig zu sammeln bzw. zu dokumentieren.3
Eine solche Dokumentation ist für die Einschätzung aller Kinder hilfreich:

Heterogenität1

Die Lernentwicklung wird von der Klassenlehrerin dokumentiert. Fachlehrerinnen können ihre Beobachtungen und Lernpläne hinzufügen. Somit bietet diese Dokumentation einerseits Grundlage für gemeinsame Gespräche und andererseits die Möglichkeit, sich im Schulalltag zwischendurch – auch ohne persönliches Gespräch – gegenseitig zu informieren.

Auch Entwicklungsberichte oder verbale Beurteilungen können auf dieser Basis leichter und gründlicher erstellt werden. Gleichzeitig stellt diese Art der Dokumentation eine Grundlage für Elterngespräche und Elternberatung dar, denn die Eltern werden in regelmäßigen Abständen über die Lernentwicklung informiert und gemeinsam werden schulische und häusliche Fördermöglichkeiten besprochen.

Wir unterscheiden an der KGS Flerzheim drei übergeordnete Förderbereiche:

Förderung durch Binnendifferenzierung findet prinzipiell in jeder Unterrichtsstunde durch jede Lehrkraft statt. Berücksichtigt werden die Lernvoraussetzungen und Fähigkeiten sowie das Lerntempo der Schülerinnen und Schüler. Beispiele sind:

  • Förderung in einer Kleingruppe:
    Kindern mit Lern- und Verständnisschwierigkeiten wird die Möglichkeit gegeben, Unterrichtsinhalte vertiefend mit der unterrichtenden Lehrkraft aufzuarbeiten, während die übrigen Schülerinnen und Schüler selbstständig Aufgaben im Klassenraum bearbeiten.
  • Arbeitsmaterial / Hilfsmittel:
    Den Schülern stehen motivierende, differenzierte und abwechslungsreiche Arbeitsmaterialien und Übungsformen im Unterricht zur Verfügung. Für die Bearbeitung von Aufgaben können die Schülerinnen und Schüler auf zusätzliche Hilfsmittel zurückgreifen, die das Lösen der Aufgabenstellungen erleichtern. Die Hilfsmittel können Handlungserfahrungen ermöglichen (z.B. Rechenketten, Spielgeld, etc.), eine visuelle Unterstützung bieten (z.B. Hunderterfeld, Wörterbuch, Merksätze, etc.) oder eine auditive Hilfestellung darstellen (z.B. Arbeitsanweisungen auf Kassette, etc).
  • Tagesplan:
    Den Schülerinnen und Schülern können den Lernvoraussetzungen und dem Lerntempo angepasste fachbezogene oder fachübergreifende Tagespläne angeboten werden. Die Schülerinnen und Schüler erhalten somit die Möglichkeit, ihren Lernprozess mitzuorganisieren, indem sie die Reihenfolge der zu bearbeitenden Aufgaben selbst bestimmen und / oder Aufgaben aus verschiedenen Angeboten auswählen.
  • Arbeitspläne:
    Von den Schülerinnen und Schülern werden fachbezogene oder fachübergreifende Arbeitspläne bearbeitet, die den individuellen Leistungsstand berücksichtigen. Die individuellen bzw. differenzierten Arbeitspläne können sowohl zur Vertiefung von Inhalten als auch zur Erarbeitung neuer Inhalte eingesetzt werden.
  • Stationsarbeit:
    Im Rahmen der Stationsarbeit können an die Schülerinnen und Schüler differenzierte Aufgaben gestellt werden.
  • Partner- und Gruppenarbeit:
    Aufgabenstellungen bzw. Problemstellungen können von Schülerinnen und Schüler in Partner- oder Gruppenarbeit gemeinsam gelöst werden. So können Schülerinnen und Schüler miteinander und voneinander lernen. Je nach Bedarf können leistungsheterogene Gruppen / Partner oder auch leistungsähnliche Gruppen / Partner zusammen arbeiten.
  • Quantitativ und qualitativ differenzierte Aufgabenstellungen:
    Den Schülerinnen und Schülern werden den Lernvoraussetzungen und den Lerntempi entsprechende Aufgaben gestellt. Innerhalb der Klasse kann die Qualität und / oder Quantität der Aufgaben differieren.
  • Helfersystem:
    Im Rahmen des Helfersystems können insbesondere leistungsstärkere und / oder schnell arbeitende Schülerinnen und Schüler ihre Mitschülerinnen und Mitschüler unterstützen. Hierbei werden einerseits die leistungsschwächeren und / oder langsameren Schülerinnen und Schüler gefördert, andererseits werden die leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler insofern gefordert, als dass sie Inhalte vertiefen, indem sie anderen Schülerinnen und Schüler diese erklären.Gleichzeitig kann ein Helfersystem auch so umgesetzt werden, dass von der Lehrkraft (z.B. im Rahmen der Arbeitsplanarbeit) so genannte „Experten“ ausgebildet werden, die die Arbeitsergebnisse ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler kontrollieren und ggf. bei Lösungsproblemen als Ansprechpartner fungieren. In diesem Fall müssen die „Experten“ nicht zwingend die schnellen bzw. leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler sein.
  • Förder- und Forderaufgaben:
    Der Unterricht soll so gestaltet werden, dass er nach Möglichkeit allen Schülerinnen und Schülern gerecht wird. Unterricht besteht aus „Fördern“ und „Fordern“.

Soziales_Lernen

Unser Bildungs- und Erziehungsverständnis geht über das Vermitteln von Wissen und Fertigkeiten hinaus. Die Vermittlung sozialer Kompetenzen und Verhaltensweisen ist ein wesentlicher Schwerpunkt in der Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern unserer Schule. Hierbei spielt die Gestaltung des Schullebens eine wesentliche Rolle. So feiert die Schule regelmäßig Feste (Einschulung, St Martin, Erntedank, Adventsfeiern im Treppenhaus, Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz, Karneval, Schulfest, ….) und beteiligt sich aktiv am Ortsleben. Projektwochen, Tage der offenen Tür, Öffnen von Schule bei vielen Gelegenheiten fördern u.a. die Identifikation mit der Grundschule Flerzheim und das soziale Miteinander.

Besonderes Augenmerk wird insbesondere zu Schulbeginn auf das Kennenlernen der Schulregeln und die Erarbeitung von Klassenregeln gelegt. Auf die Einhaltung der Regeln wird geachtet und die Vorgehensweise bei Verstößen gemeinsam geregelt.

Besondere Förderung

Mit besonderer Förderung ist eine Förderung gemeint, die außerhalb des normalen Unterrichtsgeschehens im Rahmen einer äußeren Differenzierung passiert. Die Klassenlehrerin legt fest, welche Schülerinnen und Schüler für welchen Zeitraum an den besonderen Fördermaßnahmen teilnehmen. Umfang und Angebot richtet sich nach den zur Verfügung stehenden Stunden.
In einer Kleingruppe werden Schülerinnen und Schüler mit Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben oder in Mathematik besonders gefördert.

Konzeption des Förderunterrichts

Nach der Feststellung des Lernstandes (Diagnostik) erfolgt der Einstieg der Förderung auf einem Niveau, das die Schüler sicher beherrschen, um ihnen insbesondere anfangs Erfolgserlebnisse zu verschaffen und somit die Motivation zu fördern. Diese Förderung findet auch im Rahmen der OGS statt.

Material zur Beratung bei Kindern mit auffälligen Lernschwierigkeiten:
Zu folgenden Lernschwierigkeiten stehen Informationen für Lehrer und Eltern zur Verfügung (Ordner Lehrerzimmer).

  • Dyskalkulie
  • Legasthenie
  • ADS / ADHS
  • Hochbegabung